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Schlagwort: Voodoo

Mineralien News Oktober 2018

  • Mineralien und Metalle Nachrichtensammlung Oktober 2018

 

  • Fukushima- Affen genetisch verändert

Wer glaubt, dass die Katastrophe diesmal Jahrzehnte benötigt, um die ersten offensichtlichen Spuren zu zeigen, der irrt. In der Stadt Daiichi, das 70 Kilometer nordöstlich von Fukushima entfernt ist, und eine niedrigere Strahlung aufweist, sind die Veränderungen bei der dort lebenden Affenpopulation gravierend.  Insbesondere das Radiumcäsium im Körper, führt zu kleineren Körperwachstum, Gehirnen und veränderten Blutbild. It’s just the beginning.

  • Gewaltiges Vorkommen seltener Erden in Japan entdeckt

Der Name seltene Erden mag in die Irre führen, die Erden sind überall, aber schwer und kostspielig zu extrahieren. Im Vergleich zu den meisten Mineralien, gibt es kaum Stätten, an denen seltene Erden konzentriert vorkommen. China war bis jetzt der führende Anbieter, da es über ein großes Abbaugebiet in der Mongolei verfügt. Diese Situation könnte sich in naher Zukunft ändern. Japan macht dem Reich der Mitte Konkurrenz. Es wird ein Vorkommen von 16 Millionen Tonnen in japanischen Gewässern angenommen, genauer in der Nähe der Insel Minamitori , etwa 1.850 Kilometer südöstlich von Tokio. Schlammproben mit hoher Konzentration aus Yttrium, Dysprosium, Europium, Terbium, insgesamt bis zu 17 verschieden Elemente, die für die Elektroindustrie dringend benötigt werden, sind für mehrere Jahrhunderte für die ganze Welt vorhanden.  Einziges Problem bis jetzt, die Bergung. Die seltenen Erden befinden sich in bis zu 6000 Meter Tiefe. Es wird intensiv in neue Technologien investiert um den Abbau zu realisieren.

  • Hoher Goldpreis führt zu Tod indischer Mädchen

Nicht wirklich überraschend, bestätigt eine Studie, dass der Goldpreis über Leben und Tod vieler Mädchen in Indien bestimmt. Ein wichtiger Bestandteil der Mitgift ist Goldschmuck. Ist der Goldpreis besonders hoch, bedeutet das mehr Kosten für die Familie des Mädchens. Da die Frau in der indischen Gesellschaft als Last und nicht gleichwertiger Mensch wahrgenommen wird, hängt ihr Leben, in wahrsten Sinne des Wortes, an einer goldenen Schnur. Zwar ist die Mitgift seit 1961 gesetzlich verboten, aber alte Traditionen lassen sich nicht so leicht unter den Teppich kehren. Hatte die Mitgift früher den Zweck die Frau finanziell abzusichern, sieht die Familie des Bräutigams diese inzwischen als ihr Eigentum. Über 90 Prozent des Goldes müssen importiert werden, deswegen bekommen die Frauen die internationalen Goldpreisschwankungen zu spüren.

  • Tickende Umweltkatastrophe, Quecksilber in versunkenem U-Boot

Vor der Küste Norwegens verrottet ein versunkenes U-Boot (U-864) aus dem zweiten Weltkrieg. Das Wrack in 150 Meter Tiefe, ist zweigeteilt, und kann kaum geborgen werden, ohne Quecksilber frei zusetzen. Insgesamt 67 Tonnen befinden sich auf dem deutschen U-Boot, die für den Verbündeten Japan bestimmt waren. Mittlerweile ist es eine tickende Umweltkatastrophe. 2017 wurde es vorläufig mit Sand und Gestein ummantelt. Jetzt fehlt noch die Versiegelung. Umweltschützer sind mit der “Verscharrtechnik- aus den Augen aus dem Sinn” nicht zufrieden und möchten, dass das Wrack geborgen wird. Alleine das abdecken und versiegeln soll zwischen 11,6 bis 31,6 Millionen Euro kosten.  Danke, Weltkriegserbe!

https://www.youtube.com/watch?v=cL2qkLM_0SE

  • Esoterische Landwirtschaft mit Bergkristall

Man nehme: Bergkristall, der zu Pulver zermahlen wird. Das Ganze gebe man in ein Kuhhorn, und vergräbt es, über den Sommer, im Ackerboden. 2-4 g davon, werden in ein naturbelassenes Fass, am besten aus Holz, eine Stunde in Wasser eingerührt.

Sobald die Pflanzen zu wachsen beginnen wird das Substrat, 10-50 Liter pro Hektar, versprüht. Die Substanz wird auch Hornkiesel genannt, und soll die Wärme der Sonnenstrahlen einfangen, als auch Haltbarkeit und Geschmack der Lebensmittel verbessern, sozusagen Homöopathie für den Boden. Das Ganze kommt aus der Anthroposophie von Rudolf Steiner (1924). Ja, es ist wieder In.

  • Meteorit als Türstopper- Jackpot

USA: Über 10 Kilogramm wiegt der Meteorit, und er ging in den 1930-er Jahren in Michigan nieder. Ein Farmer barg ihn, und als der Nachkomme die Landwirtschaft verkaufte, gab es den Meteoriten gleich mit dazu.  Als auch der neue Besitzer mehrfach umzog, nahm er den Himmelskörper mit und verwendete ihn als Türstopper.  31 Jahre lang schleppte er ihn von Umzug zu Umzug mit, bis jetzt.  Endlich kam auf die Idee den Meteorit von der Central Michigan University (CMU) genauer untersuchen zu lassen.

Das Ergebnis: Jackpot für beide Seiten. Die chemische Zusammensetzung bestimmt den Wert, genauere Analysen stehen noch aus. Der minimale Schätzwert liegt bei 87.130 Euro. Ein Museum hat bereits Interesse anklingen lassen. Der Besitzer möchte 10% des Erlöses an die Uni spenden.

Lindas Talisman- GriGri aus Senegal

Ich kenne Linda schon einige Jahre. Sie ist eine begabte Modedesignern und führt den Fashionstore Artup, Nähe Stephansplatz in Wien. Als ich ihr von meinem neuen Projekt erzählte, über Menschen und ihre Schmuckgeschichten zu schreiben, fiel ihr sofort ein Schmuckstück ein, an das sie schon lange nicht mehr gedacht hatte, aber ihr sehr viel bedeutet.

Linda: Es ist ein Halsschmuck, den ich viele Jahre nicht mehr getragen habe. Irgendwann legte ich ihn ab, und seitdem habe ich nicht mehr daran gedacht. Bis zu diesem Moment.

Vor einigen Jahren war ich bei einem Tanzkurs. Irgendwie kamen wir mit unserem afrikanischen Lehrer zu sprechen, wie fantastisch es wäre, einen Workshop in seinem Heimatland zu besuchen. Wir waren alle Feuer und Flamme für die Idee und er arrangierte die Reise für uns alle.  Ungefähr ein Jahr später, fuhren wir, eine Gruppe von sechzehn Leuten, nach Senegal. Zuerst flogen wir nach Dakar. Dann ging es weiter mit dem Bus, neun Stunden lang.

Ich dachte, wir würden in einem Hotel übernachten, aber alles war dann ein wenig anders als gedacht. Es gab drei Nägel in der Wand, unverputzte Backsteinwände und eine Matratze. Luxus gab es nicht, aber das war völlig egal. Es wurde der beste Urlaub den ich je hatte. Ich denke immer noch mit viel Freude daran.

Wir waren zu einem großen Ereignis eingeladen. Unser Tanzlehrer wurde mit  5 Jahren beschnitten. 15-20 Jahre später, wurde dieses Fest, als Erinnerung daran, gefeiert, und wir durften mit dabei sein. Die Leute kamen von überall her. Zum Beispiel studierten einige Männer in Frankreich, aber für das Fest, reisten sie nachhause. Alle treffen sich zu diesem Ereignis wieder. Es war faszinierend zu sehen, wie verschiedene Welten aufeinander treffen. Die Männer kommen in Sneakers und sind modern gekleidet, während der andere Teil traditionelle und festliche Gewänder trug. Tradition und Moderne, Zeit und Raum, überschnitten sich, ein richtiger „culture mix“. Und Mitten in alldem waren wir.

Etwas was ich nie wieder vergessen werde, war der Besuch bei einem Medizinmann.  Ein Termin wurde vereinbart. Zwei Tage später wurde ich zu einem Zelt gebracht, indem die Zeremonie abgehalten wurde. Der Medizinmann köpfte ein Huhn und ließ das Blut in die Schale laufen. Er schnitt mir ein paar Haare ab, und sie wurden zum Blut dazu gegeben. Während der Zeremonie, sollte ich mir meine Wünsche vor Augen halten. Die Haare, und andere Zutaten wurden über ein kleines hohles Horn gestreut, das all meine Wünsche in sich sammeln sollte. Magische Sprüche und Musik begleiteten das Ritual.  Schließlich wurde das Horn mit einem Wachs versiegelt. Bei der endgültigen Fertigstellung des Schmuckstücks war ich nicht dabei. Ich erhielt es erst einige Zeit später.

Wie Linda mir erzählte ist es ein GriGri. Ein Talisman, der positive Energien bündelt und anzieht. Es soll vor dem Bösen schützen und Wünsche erfüllen.

Linda erzählte weiter: Als ich das GriGri erhielt, legte ich es sofort an, und trug es täglich viele Jahre. Ich nahm es nur ab, wenn ich schlafen ging.  Bis heute bedeutet mir der Talisman sehr viel und er erinnert mich an diese wunderbare Zeit.

GriGri aus Senegal getragen

Linda trägt ab jetzt wieder ihren Talisman.

Jetzt wollte ich natürlich den Talisman sehen. Linda hat sich auf die Suche danach gemacht, und genau an dem Ort gefunden, wo sie ihn als erstes vermutet hatte.

Bevor sie mir ihre Schmuckgeschichte erzählte, hatte ich noch nie von einem GriGri gehört? Umso spannender ist es, mehr darüber zu erfahren.

 

Lindas Talisman- GriGri aus Senegal (GrisGris)

Kletterst du gerne? Falls ja, dann hast du das Wort vielleicht schon einmal gehört. Der Erfinder eines Sicherungsgerätes  gab ihm den gleichen Namen, und verweist auf seine Funktion als Talisman.

Ein Talisman ist ein Gegenstand, der Glück bringen, und beschützen soll. Er kann am Körper getragen, aber auch irgendwo an einem Ort platziert werden.

Der Wortursprung GriGri ist nicht sicher belegt, vermutlich ist es ein westafrikanischer Begriff, der sich von  „juju“, was so viel wie „fetisch“ bedeutet, ableitet.  Die ersten GriGris waren kleine Puppen, und stellten Abbilder von Göttern dar. Das GriGri war eng mit der islamischen Tradition verbunden. Beliebt sind beispielsweise kleine Lederbeutel.  Darin befindet sich ein Zettel auf dem religiöse, oder magische Sprüche geschrieben werden. Sie sollen den Teufel und Unglück fern halten. Das GriGri gehört zur afrikanischen Kultur. Es ist weit verbreitet und wird von allen getragen. Egal ob, gläubig oder ungläubig, Mann oder Frau, arm oder reich.

Im Video siehst du wie ein GriGri hergestellt wird. Das Leder wird leicht eingekerbt und bekommt so seine Musterung. Auch Lindas GriGri hat eine ähnliche Zeichnung erhalten. Dabei wird die Messerklinge eingefettet, damit es leichter über das Leder gleiten kann.

Sehen wir uns Lindas GriGri etwas genauer an:

Das Horn stammt sehr wahrscheinlich von einer Antilope. Es ist das Endstück des Horns und ein Ledermantel umschließt es. Das Leder könnte auch ein Stück Darm sein, das langsam getrocknet ist, und sich so enger um das Horn schloss, denn die elastisch wirkenden Knoten, an denen das Band befestigt ist, lassen mich darauf schließen. Leichte Einkerbungen, in Form von Punkten und Strichen, die sicher ein weiteres magisches Element sind, verzieren das GriGri.

Talisman, Glücksbringer aus Senegal

Nahaufnahme GriGri

 

Kaum getragen, hat das GriGri bei Linda bereits positive Energien entfaltet. Sie möchte wieder in den Tanzunterricht gehen 🙂

Das nächste Mal, werde ich die Geschichte der afrikanischen Talismane genauer beleuchten. Du wirst mehr über Wrestler aus Afrika und die Voodoo Kultur in Louisiana erfahren.

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