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Schlagwort: Diamant (Seite 1 von 2)

Briefe aus dem Ashram. Diamantschleiferei in Auroville

Es ist immer wieder spannend, wenn meine Mutter mir etwas aus ihrer Jugendzeit erzählt. Seitdem ich diesen Schmuckblog gegründet habe, und mich mit Menschen und ihren Geschichten beschäftige, werden auch bei ihr frühere Erlebnisse wach.

Ein Stück aus ihrer Vergangenheit sind diese Briefe, die sie seit 38 Jahren aufbewahrt. Es sind Nachrichten einer Freundin, die sich auf den Weg nach Indien machte, und in einem Ashram, ein Zentrum der spirituellen Findung lebte. Ashram bedeutet übersetzt, ein „Ort der Anstrengung”.

Namaste!

Namaste kommt aus dem Sanskrit, “nam” für “sich verneigen” und ist ein Zeichen höchsten Respekts. Der Gruß Namaste hat die ungefähre Bedeutung: “Ich beuge mich vor dem Göttlichen in dir oder “Du und ich, wir sind eins”.

Meine Seele grüßt die Deine Seele. 

Brief. Diamanten in Auroville, Namaste

Auroville 1.10.1979

Eine frühere Freundin meiner Mutter schrieb ihr:

  1. Nach 4 Wochen Indien kann ich endlich mal meine Gedanken sammeln und schreiben. Von Dehli bin ich weitergefahren nach Benaves. Dann weiter nach Calcutta, Machra  und jetzt bin ich schon gut 2 Wochen hier in Auroville –Hope (Community). Wohne in einem netten Kleinen Haus und arbeite mit anderen Aurovillianern zusammen. Indien ist wie schon einmal erlebt  ein Kulturschock, doch unheimlich schön.

Kathmandu, 18.5.1980

2. Wie du siehst liebe I. bin ich in Kathmandu/Nepal gelandet doch nur für kurze Zeit, denn Nepal ist schön und gut wenn man entweder Trekking macht oder Haschisch raucht und da ich keines von beiden tue so muss ich mich denn meinen Aufgaben zuwenden und zurück nach Indien gehen. Ich kann einfach nicht mehr so in den Tag hinein leben das lässt mein Yogaweg nicht zu. Ich lebe total allein, zurückgezogen und mich auf den Sinn des Lebens zu konzentrieren und auf meine Aufgaben die mir bevorstehen. 

Nach einem Jahr Trekking und Indien, kehrte sie zurück nach Auroville.

Brief: Auroville 3.11.1980

3. Liebe I., bin wieder nach hause zurück gekehrt für immer (wer weiß…..) lebe hier mit M.  in auroville-certitude. Momentan stellen wir Diamantwerkzeuge für die Industrie her und werden sobald wir ein schönes Stück Land gefunden haben mit Landwirtschaft anfangen, Workshops, Unterricht erteilen, Bäume pflanzen usw. es ist sehr schön hier zu leben und für das göttliche zu arbeiten.

 

Der Originalbrief liebevoll mit getrockneten Blättern verziert.

Moment mal, Diamantwerkzeug?

Was hat ein Ashram mit der Diamantindustrie zu tun

Warte, warte, zuerst ein Mal: 

Was und wo ist Auroville?

Wo lässt sich schnell erklären. Auroville befindet sich in Indien und Google Maps zeigt dir ganz genau wo;)

Für mich ist es Neuland und gerade das macht es ja so interessant. In Indien befindet sich die älteste Schleifindustrie der Welt, daher ist es gar nicht abwegig, dass sich auch ein Ashram damit teilfinanziert.

  • Die Kolonie wurde 1967 von dem Philosoph und Yogi Sri Aurobindo gegründet. Den organisatorischen Part übernahm eine Französin, die von den Bewohnern auch Mutter genannt wurde. Die Gemeinschaft hatte das Ziel 50 000 Leute zu beherbergen und einen geschlossenen ökologischen Kreislauf ins Leben zu rufen. Wie du siehst, ist die Idee bis heute modern und aktueller den je.
  • Auroville existiert bis heute, aber die Gemeinschaft hat es nie geschafft, über die 5000 Mitglieder hinauszuwachsen. Es hätte Platz, denn Auroville verfügt über 1200 Hektar Land, das in 80 Communities unterteilt wurde.  Sie tragen schöne Namen wie Acceptance, Simplicity, Grace, Certitude, oder eben auch Hope, wie es die Freundin meiner Mutter schrieb.
  • In den 70er Jahren war es eine Kolonie für Aussteiger aus Europa. Geld war zu Beginn reichlich vorhanden. Die Kolonie wurde von der WHO, UNESCO, EWG und reichen Spendern unterstützt. Inzwischen sieht das anders aus. Die fleißigsten Spender sind Inder aus dem Silicon Valley und Auroville ist zu einem Touristenziel für Blogger und Foodies geworden. Das bringt zwar Geld aber nicht unbedingt Gemeinschaft und echtes Wachstum.

Realität in Auroville

  • Auroville ist auf Autarkie ausgerichtet, kann aber ohne oftmaligen Lebensmittelzukauf, als auch Export von Gütern nicht überleben. Vor allem Organisationsprobleme machen der Gemeinschaft immer wieder zu schaffen.
  • In den 70er Jahren gehörten sie zu den Pionieren, die versuchten, mit der Erde zu leben, anstatt gegen sie zu wirken. Solarenergie, Windräder, Bepflanzung, eigener Ackerbau. Jeder in Auroville ist verpflichtet mitzuarbeiten und die Bewährungsfrist um endgültig aufgenommen zu werden beträgt zwei Jahre. Jeder? Es gibt es auch die reichen Großspender, die sich diesem Prozedere nicht unterzuordnen habe. Diese kaufen sich sozusagen von Arbeit “frei”. Wie du siehst, ist es dann doch nicht so utopisch, wie es zu Beginn scheinen mag.
  • Ohne die günstige Arbeitskraft der heimischen Bevölkerung könnte Auroville nicht existieren. Eigentlich war geplant eine gemeinsame Oase zu erschaffen, inzwischen ist es eine Co-Existenz, von der zwar beide Seiten existieren, aber es auch zu einer gesellschaftlichen Trennung kommt. Ein Einheimischer äußert sich treffend dazu:

Sie leben ihr Leben, wir unseres. 

Wie kam Auroville zu den Diamanten?

Im Brief ist von der Herstellung von Diamantwerkzeug die Rede, das setzt voraus, dass eine Schleiferei in der Nähe existiert, denn Diamantstaub ist ein Abfallprodukt der Diamantschleifindustrie. Diamant schleift Diamant, deshalb kann der Diamantstaub gleich wiederverwendet werden. Der Staub, der dabei entsteht, wird Bort genannt. Daraus wird beispielsweise eine Paste gefertigt, die auf Schleifräder oder für die Politur von Edelsteinen aufgetragen wird.

Das Diamantwerkzeug, ob Feilen oder Bohrer, die du im Handel erhältst, bestehen zum Großteil aus synthetischem Diamant. Synthetischer Diamant ist immer noch preisgünstiger als natürlich gewachsene Diamanten.

Es gibt aber auch Werkzeug, in dem natürlicher Diamant zugesetzt wird, insbesondere da der Großteil der Diamanten sich nicht zum Verschleifen eignet, mangels Qualitätsanforderungen.

Die Diamantschleiferei in Auroville

1981 wurde von Michael Bonke das Unternehmen Aditi Diamanten gegründet und befindet sich bis heute im Privateigentum. Es handelt sich um eine Tochtergesellschaft der Diamantschleiferei. Die Diamanten können zu Großhandelspreisen in Antwerpen bezogen werden. Der weltweite Diamanthandel wird von der Group De Beers kontrolliert. In Antwerpen befindet sich die wichtigste Diamantbörse, und das Diamantunternehmen von Auroville ist eines von zwei deutschen Unternehmen welches direkten Zugang dazu besitzt. Sogar ein eigenes Büro wird dort unterhalten. Die Verkaufsabteilung findet sich in Deggendorf (Deutschland). Dort wird selbst Schmuck mit den hauseigen geschliffenen Diamanten hergestellt. Zusätzlich werden Schmuckfabriken in Hongkong und Bangkok geführt. Ein weiteres Luxusprodukt, welches vertrieben wird, sind Perlen aus aller Welt. Die Kunden stammen vor allem aus Kuwait. Lediglich 10 % der geschliffenen Diamanten werden an den europäischen Markt geliefert.

Geht ein Diamant in der Schleiferei verloren

So weit ich den Unterlagen des Unternehmens entnehmen konnte, besteht die Belegschaft in Auroville aus indischen Arbeitern und Arbeiterinnen. Insbesondere auf ein diszipliniertes Arbeitsverhältnis wird Augenmerk gelegt. Schließlich führt jeder kleine Fehler schnell einmal zu erheblichen finanziellen Einbußen. 135 Mitarbeiter produzieren am Tag 1000 geschliffene Diamanten. Gerade die Arbeiter im Edelsteinsektor werden oft streng überwacht, auch hier ist es nicht anders. Sich einfach einen Diamanten in die Tasche zu stecken ist nicht. Wenn der Diamant aus Versehen verloren geht, zum Beispiel wenn er bei der Politur weggeschleudert wird, muss so lange vom Mitarbeiter gesucht werden, bis er wieder gefunden ist. Der Mitarbeiter wird sozusagen unter Hausarrest gestellt.

CO2 Abdruck eines Diamanten

  • laut des Unternehmens benötigt die Herstellung eines Neuwagens 6-35 Tonnen CO2 und der Bau eines mittleren Hauses 80 Tonnen CO2. Das betrifft lediglich die Herstellung weitere CO2 Emissionen sind noch gar nicht miteinbezogen.
  • Ein bis mehrere Diamanten im Verkaufswert von 40 000 Euro  benötigen eine Tonne CO2 Von der Förderung in der Miene bis hin zur Politur.

Zurück zur Verfasserin der Briefe.

Was wurde aus der Freundin?

Der Traum vom Ashram in Auroville hielt nicht ewig. Wie ich in Erfahrung bringen konnte, kehrte sie nach einigen Jahren zurück nach Deutschland. Wie so oft im Leben, trennten sich die Lebenswege der beiden. Wer weiß, vielleicht leuchtet ein Diamant eines Tages den Weg und bricht Licht ins Dunkel;)

 

 

 

Shine bright like a diamond

 

 

 

 

 

weitere Infos:

  • Bericht eines Reporters über Auroville: https://www.merian.de/asien/indien/artikel/himmel-hinter-stacheldraht-in-auroville
  • Dokumentation: https://www.spiegel.tv/videos/1296416-utopie-stadt-auroville

Quellen:

  • https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2001/aufbruch/alltag-im-paradies
  • http://www.michaelbonke.com/uploads/diamond-factory-en.pdf
  • http://varuna.org.in/ecology/carbon-footprint-of-a-diamond

 

Investition Diamant- lass es!

Allein wenn ich das Wort Diamant ausspreche, vergrößern sich die Pupillen meines Gegenübers und ein ehrfurchtsvolles Zittern umspielt die Gesichtszüge.

Dann sage ich:

Fahrzeug: 20% Wertverfall direkt nach dem Kauf

Diamant:  60% Wertverfall direkt nach dem Kauf

Ups! Zuerst zeichnet sich im Gesicht der Unglaube ab, und schon kommt es zurück: Du verarscht mich doch!

Nö, schön wäre’s:) Ich erzähle hier keine Märchen, es ist wirklich so.

Wir werden verarscht im großen Stil! Nicht das erste Mal in der Geschichte der Menschheit, und sicherlich nicht das letzte Mal, aber Wissen, kann vor mancher Torheit schützen.

Frauen werden wiedermal doppelt reingelegt. So war doch gerade Schmuck etwas was sie finanziell absichern sollte. Zum Glück können wir inzwischen erben, wenn es überhaupt was zum Erben gibt. Wir dürfen Arbeiten gehen, juhuuu, wenn nur noch der Lohn stimmen würde. Und ja wir dürfen sogar Land besitzen und ein eigenes Bankkonto. DAS NENNT MAN FORTSCHRITT. Viele tausende Jahre, waren Frauen nicht mehr als eine Ware, mit der, der Besitzer ob Vater, Bruder oder Ehemann machen konnte was er wollte. Für diese fantastische Behandlung, durften Frauen auch noch ihre Mitgift mit in die Ehe bringen, als Geschenk für ihren Bräutigam und seine Familie. Denn der Ballast den sie darstellte, musste entgolten werden. Oft blieb ihr nur eines, Schmuck!

Wie gesagt, die Zeiten haben sich, immerhin in zahlreichen Ländern, geändert. Was aber echt fies ist: Wir glauben weiterhin daran, dass Diamanten wertvoll und rar sind. Und es ist wirklich- nur ein Glaube! – ein System das auf Vertrauen und Glauben basiert. Wird es in den tiefsten Grundpfeilern erschüttert, wird auch unser Finanzsystem gerüttelt und geschüttelt. Das wollen wir ja nicht, oder doch? Ein Umdenken wäre ab und an nicht schlecht? Wie siehst du das?

Da ich mir keine riesige Aufklärungskampagne leisten kann, gehörst du zu den Auserwählten, die erfahren, weshalb du nicht in Diamanten investieren solltest. Du kannst sie kaufen weil sie dir gefallen, du kannst sie kaufen um dein Gegenüber zu beeindrucken, aber als Wertanlage taugen sie nun mal nichts.

Nur in einem Fall, wenn du wirklich Geld wie Heu hast und dir einen ultra- teuren Edelstein leisten kannst, das muss aber dann auch kein Diamant sein. Ultrateuer, besonders groß, rein, prachtvoll was auch immer, sagen wir in der Dimension eines Cullinan-, oder Hope Diamanten dürfte reichen.

Ich vermute mal, du gehörst nicht zu den Privilegierten- ich auch nicht! Verdammt!

Der Verlobungsring mit Diamant bringt es leider überhaupt nicht. Er gehört zur Standardware und der Markt ist sowas von gesättigt. Es sind ja alle Diamanten die je verkauft wurden weiterhin im Umlauf!  Das gemmologische Institut in den USA (GIA) schätzt, dass seit 1870 insgesamt 4,5 Milliarden Karat Diamant abgebaut wurden. Das sind genügend Diamanten, um uns alle, 7 Milliarden Erdbewohnern, mit einem halbkarätigen Standarddiamantring einzudecken.  Eine Milliarde würde sogar noch übrig bleiben.

 

Diamanten werden nicht weniger, sondern immer mehr und mehr! Außer das Diamantkartell würde auf die Idee kommen, alle Secondhanddiamantringe aufzukaufen, und sie in einer phänomenalen Aktion zu vernichten, dann könnte das Spiel von vorne los gehen. Die Zeiten sind verrückt, wer weiß!

Fangen wir von vorne an:

Sind Diamanten selten?

Antwort- Nein, sind sie nicht.

Es gibt Billiarden Tonnen Diamanten!!! Ich kann mir diese Zahl gar nicht vorstellen, aber es sind BILL-IARDEN.  Sie können zwar nicht geborgen werden, aber das ist sowieso unnötig, denn es gibt mehr als genug für alle an der Erdoberfläche.

 

Weshalb sind Diamanten dann so teuer?

  1. Perfektes Marketing
  2. Kontrollierte Warenfreigabe

Lange Zeit hatte De Beers das absolute Monopol auf den Diamanthandel. Die Geschichte ist sehr spannend und ich gehe gerne ein andermal genauer darauf ein.

De Beers bestimmte wie viele Diamanten auf den Markt durften, und kontrollierten so die Preise. Zu viele Diamanten auf einmal gefährden den Wert der Klunker, das musste De Beers mehrmals am eigenen Leib spüren. Darum ließen sie sich neben der Kontrolle des Diamantmarktes noch etwas viel Geschickteres einfallen.

Modernes  Marketing!

Sie sind die Erfinder der psychologischen Produktvermarktung. Schließlich kaufen wir ja nicht das Produkt, wie immer wieder runter gebetet wird, sondern die Emotionen und Wünsche, mit der wir das Produkt verbinden. Auch darüber wirst du ein andermal mehr erfahren;) denn, diamonds are the girls best friends, wie wir alle wissen.

Diamanten sind also:

  • nicht selten und
  • werden nicht weniger

wir glauben aber:

  • sie sind selten (Marketingalarm!!!!)
  • dass, wir sie brauchen (zur Verlobung, oder für uns selbst— Marketingalarm!!!)

Naja 60% Wertverlust, ein bisschen was bleibt ja noch übrig?

Tja wer nimmt den Ring in Pfand? Das ist das nächste Problem. Der Juwelier von dem du ihn hast, will ihn nicht mehr, und auch DeBeers möchte nicht, dass du ihn in Pfand gibst!

In Krisenzeiten decken sich die Leute gerne mit Schmuck ein, Diamanten waren auch vor dem 2.Weltkrieg begehrt. Schmuck ist in Notsituationen praktisch, er lässt sich einfach am Körper transportieren, auch Geldscheine, aber da war das Vertrauen im Argen.

Im fremden Land angekommen, benötigt man als erstes eines, um sich eine neue Existenz aufzubauen: Cash!!! Lange Menschenschlangen standen vor den Pfandgeschäften. Der Markt war schnell mit den Diamantklunkern übersättigt, die Preise fielen. Die Hoffnung die teuer erkauften Schmuckstücke in Bares umzutauschen verpuffte, wie ein Diamant der sich bei 1400 Grad in Luft auflöst.

So, jetzt bist du für die Zukunft diamantensicher!

 

 

 

Quellen:

Finlay, Victoria. Jewels: A Secret History

Raden, Aja. Stoned: Jewelry, Obsession, and How Desire Shapes the World

 

 

 

 

 

 

 

 

Mineralien und Edelstein News November 2018

Schwermetalle:

Bereits unsere Vorfahren waren einer hohen Dosis Blei ausgesetzt. Aufschluss brachten 250 000 Jahre alter Zähne von Neandertalern aus dem Südosten Frankreichs.

Iran: Archäologen forschen zurzeit in der Salzmine Douzlākh. Im Bergwerk wurden Jahrhunderte bis Jahrtausende alte Mumien gefunden. Konserviert hat sie das Salz. Die Leichen sind zwar etwas geschrumpft, ansonsten sind die Körper sehr gut erhalten.

Deutschland: Ein Mann hat seine Arbeitskollegen absichtlich vergiftet. Dazu streute er Quecksilber, Bleiacetat oder Cadmium auf Wurst- und Marmeladenbrote seiner Arbeitskollegen. Einige Kollegen überlebten nicht, andere haben schwere Erkrankungen davon getragen. Indem ein Kollege seinen Brotbelag genauer inspizierte und misstrauisch wurde, konnte der Täter aufgedeckt werden.

Salzburg: Ein 60 jähriger Mann aus dem Pinzgau verunglückte tödlich, als er nach Mineralien Ausschau hielt. Er stürzte 70 Meter ab.

Umwelt und Ressourcen:

Bitcoin als “neues Gold” bezeichnet, ist ein Umweltsünder von enormen Ausmaß. Mining von Bitcoin oder Monero benötigen 17 Megajoule Energie pro US-Dollar. Litecoin und Ethereum lediglich 7 Megajoule. Genauso viel wie die letzten zwei Währungen benötigen auch Platinmetalle, 7 Megajoule. Gold wirkt fast harmlos, lediglich 5 und Kupfer 4 Megajoule.  Der absolute Energiefresser Nummer Eins, ist Aluminium mit sage und schreibe 122 Megajoule.

Bei den Kryptowährungen hängt es stark davon ab, wo und wie der Strom gewonnen wird. Bitcoins die in China generiert werden, haben einen vierfach höheren CO2 Ausstoß, als in Kanada. Standorte wie Island oder Norwegen haben hingegen eine positive Umweltbilanz, da die Energie aus 100 Prozent erneuerbaren Energien stammt.

Nicht das erste Mal wird davon berichtet, dass Sand Gold wert ist. Schließlich würde ohne die feinen mineralischen Krümel weder Häuser gebaut werden können, noch Autos und Elektronik funktionieren. Inzwischen wird emsig geforscht, um Alternativen zu finden. Dabei ist Sand nicht gleich Sand.

Eine der giftigsten Plätze der Erde. Rund 6000 Menschen arbeiten auf der Deponie und nennen den Ort Sodom. 250.000 Tonnen Elektroschrott aus den Industrienationen, werden illegal nach Ghana verschifft und landen schließlich dort.

Kinostart in Österreich: 23.11.2018

Die Bestandteile sind dabei Nebensache, denn das Wort Sand ist lediglich eine Klassifizierung der Korngröße. Für die Industrie sieht es da schon anders aus, denn auch die Beschaffenheit des Sands ist wichtig. So eignet sich feingeschliffener Sand, wie man ihn in Wüsten antrifft nicht für den Bau. Darauf beruht auch der Sandengpass.

USA, Sotheby’s: Diesmal ist es kein Meteorit vom Mond, sondern Steinchen, die direkt aus dem Weltall von der sowjetischen Luna-16-Mission mitgebracht wurden. Sie sollen versteigert werden und einen Erlös von 900 000 Euro einbringen. Im Jahr 1993 wurden sie schon einmal versteigert, damals kaufte ein amerikanischer Sammler die kosmischen Brösel für 442.500 Dollar.

 

Urlaubsziel:

China, Shanghai: Ab ins chinesische Wonderland, dort wurde ein altes Bergwerk zu einem gigantischen Hotel ausgebaut. 17 Stockwerke befinden sich unter der Erde und davon sind zwei unter Wasser. Solarzellen und Erdwärme sind die Stromlieferanten des Hotels.

Edelsteine:

Afrika, Sambia: Geologen haben den Kristall von 5655 Karat im Bergwerk Kagem in der zentralen Provin Copperbelt gefunden. Er gehört zu 75 % dem Unternehmen Gemfields, der größte Smaragdproduzent der Welt. Die anderen 25 % ist er Eigentum der Regierung von Sambia.  Der Edelstein soll im November in Singapur versteigert werden. Er wird auf den Namen “Löwen-Smaragd” getauft.

Schweiz, Genf: Das Auktionshaus Christie’s bot den rosa Diamant Pink Legacy zur Auktion an. Dabei erzielte er den Rekordpreis von 44 Millionen Euro. Der Schätzpreis lag bei 27 Millionen Euro. Der Diamant stammt aus dem Besitz der Familie Oppenheimer, die früher Geschäftsleiter von De Beers waren. Der neue Besitzer taufte Diamanten prompt um in “Winston Pink Legacy”.

 

 

 

 

 

Mineralien News September 2018

  • (Kärnten) Farbpigmente der Römer

Farben rekonstruieren Geschichte. Indem Pigmente auf ihre Zusammensetzung untersucht werden, können sie Aufschluss über bestehende kulturelle Verbindungen, Handelsbeziehungen, und technologischen Fortschritt geben. Die Farbpalette der Wandmalereien aus dem Noricum, reichte von Ockerrot-, gelb, weiß und schwarz, bis hin zu Zinnoberrot und Ägyptischblau.

  • Gwyneth Paltrow und ihre Edelsteineier

Gwyneth Paltrows Fashion- und Lifestyle Imperium Goop hat einen kleinen Rückschlag eingesteckt. Vaginaleier, die aus Jade oder Rosenquarz gefertigt werden, bringen keinen gesundheitlichen Nutzen, sondern können sogar Schaden anrichten. Jetzt wurde sie verklagt, und zu einer Zahlung von 145.000 $ verpflichtet. Bei den Tonnen Edelsteineiern die sie für 60$ pro Stück verkauft, wird sie es verkraften.

  • Strand aus Buntglas

Kalifornien (Fort Bragg): Aus einer Deponie entwickelt sich ein Naturschauspiel. Die Mülldeponie wurde 1967 geschlossen und zurück am Strand blieb – Glas -. Inzwischen ist der Ort ein Touristenmagnet. Von Jahr zu Jahr, verschwindet immer mehr Seeglas, und landet in den Rucksäcken als Souvenir. Eine Auffüllung mit neuen Glasbruchstücken ist nicht geplant, da die Kosten zu hoch sind.

  • Goldmünzenfund in Italien

In Como wurden 300 Goldmünzen in einer Urne gefunden, die sehr wahrscheinlich einem Adeligen gehörten. Er hatte sie vor 1500 Jahren verbuddelt. Zum Vorschein kam der Schatz unter einem alten Theater, als gerade für die Errichtung eines neuen Wohnhauses gegraben wurde.

  • Deutsche Bundesbank Gold Lagerung verursacht hohe Kosten

Deutschland verfügt über den zweitgrößten Goldschatz der Welt. Die Lagerstätten befinden sich in Frankfurt, New York, London, und das kostet natürlich Unterhalt.

  • Fund des Jahrhunderts? Ein enormer Goldschatz

Australien (Nähe Kambala): In der Miene Beta Hunt wurde binnen 4 Tagen, Gold im Wert von 15 Millionen Dollar gefördert. Es handelt sich um Quarzgestein, dass in 500 Meter Tiefe geborgen wurde. Der größte Stein wiegt 90 Kilogramm! ,und ist bedeckt mit Gold. Normalerweise sieht man Gold auf Gestein nur mit einer Lupe, in diesem Fall, kann man seinen Augen kaum trauen. Der phänomenale Fund gehört leider RNC Minerals, die normalerweise Nickel abbauen. Die Arbeiter werden streng überwacht. Besondere Exemplare des Quarz- Goldgesteins werden versteigert. Weitere Funde könnten folgen. 

  • Hier noch ein Schatzfund im antiquen Küchenbuffet

Da hatte jemand mal wirklich Glück, wer auch immer die 83 000 Euro bekommen mag. Der Mann, der das Küchenbuffet kaufte, und das darin verborgen Gold fand, erhielt einen Finderlohn von 2 500€. Der ehemalige Besitzer ist verstorben, nun ruhen die Barren in einem Tresor in der Landeshauptbank.

  • Fotoreportage Wüste

Der Fotograf Léo Coulongeat fand zu seiner Leidenschaft, er macht sie auf eine weltweite Entdeckungsreise um Wüsten fotografisch für uns festzuhalten.

  • Diamant im Park gefunden

USA: Eine der wenigen öffentlich zugänglichen Orte, wo es sein kann einen Diamanten zu finden ist der Krater des Diamond State Park in Arkansas. Nach lediglich 10-minütiger Suche stieß eine 71- jährige Frau auf einen 3 karätigen Diamanten. Das nennt man Massl! Übrigens wurden seit 1972 insgesamt 33 100 Diamanten gefunden und man darf sie behalten;)

  • Galapagosinseln Zirkonfund in jungem Gestein

Bis jetzt ist noch nicht geklärt wie es möglich ist, dass Zirkone im vergleichsweise jungem Basalt-Gestein enthalten sein können.

 

 

 

Was ist ein Edelstein und weshalb es keine “Halbedelsteine” gibt

Die Unterscheidung von “Halbedel” – und Edelstein ergibt wenig Sinn, denn sie ist nicht genau genug. Es war ein Versuch,  Kategorien für Mineralien zu finden. Inzwischen wird der Begriff “Halbedelstein” in der Schmuckindustrie nicht mehr verwendet, aber im normalen Sprachgebrauch hält er sich hartnäckig. Wer Edelstein hört, glaubt automatisch, dass er mehr wert ist, als ein “Halbedelstein”,oder  Schmuckstein. Das trifft aber nicht immer zu. Ein “Halbedelstein” kann höhere Preise erzielen, als ein Edelstein. Das kommt auf das jeweilige Mineral und seine Eigenschaften an.

Wie “edel” muss ein Stein sein, um als klassischer Edelstein eingestuft zu werden?

Viele Minerale, die durchsichtig sind, werden als Edelsteine bezeichnet, wie zum Beispiel ein Aquamarin, Smaragd, Diamant, -oder Tansanit. Es gibt jedoch auch Aquamarine, Tansanite, Diamanten und Smaragde, die eben nicht klar sind, sondern mögliche Einschlüsse aufweisen. Einschlüsse sind andere chemische Komponenten im Mineral. Sie trüben zum Beispiel die Sicht, bilden Rutilnadeln,- oder ändern teilweise die Farbe des Minerals. Manche Minerale werden gerade durch diese Einschlüsse zu ganz besonderen Exemplaren.

Auch ein Quarz ist oft klar,- bzw. durchsichtig, und zählt trotzdem nicht zu den “edlen” Edelsteinen. Edelsteine sind meist härter als “Halbedelsteine”,  aber auch diese Abgrenzung ist ungenau. Quarz und Turmalin weisen bereits die Härte 7-7,5 (die Mohs-Härteskala reicht bis 10) auf. Dazu kommt noch, dass ein Topas mit- Härte 8, oder auch ein Rubin mit – Härte 9, noch lange nicht zur Topqualität zählen müssen. Dazu benötigt es weitere Faktoren.

Es gibt verschiedene Qualitäten bei einem Mineral. Rubin ist nicht gleich Rubin.  Neben der Reinheit und Farbe zählt auch das Gewicht und der Schliff  (die 4 C’s:  cut, carat, clarity and color), um als “edler” (oft höherpreisig eingeschätzter) Edelstein zu gelten. Wie selten ein Edelstein ist, bestimmt zum Großteil den Preis. Je seltener, einzigartiger und gefragter, desto teurer ist der Edelstein. Aber auch hier gibt es Ausnahmen, wie z.B. der Diamant.  Er ist nicht so selten, wie man meinen würde, und wird trotzdem zu hohen Preisen gehandelt. Dazu aber ein andermal.

facettierte Edelsteine

Als Halbedelsteine werden häufig undurchsichtige Mineralien, oder solche mit geringerer Härte bezeichnet. Zum Beispiel Türkis, Amethyst, Granat, Fluorit und Lapislazuli. Diese Mineralien können aber sehr edel und teuer sein, sofern sie eine hervorragende Farbqualität aufweisen. Wie gesagt, nicht einmal ob durchsichtig, oder undurchsichtig, sind eindeutige Kriterien, um Edelsteine und “Halbedelsteine” zu unterscheiden.

 

Pyrit ist ein Erkennunsgmerkmal für die Echtheit von Lapislazuli

Lapislazuli mittlerer Qualität

Halbedelsteine” werden oft mit minderer Qualität in Verbindung gebracht, und dass sie günstiger sind. Beides kann zutreffen, muss es aber nicht, wie du am Beispiel Lapislazuli siehst.  Es gibt übrigens auch „Halbedelsteine“, die als Sammlerstücke große Preise erzielen.

Ein Schmuckstein, der kein Stein ist

Dann gibt es noch Schmucksteine. Und, um das Ganze noch verwirrender zu machen, es müssen nicht einmal Steine sein, sondern auch versteinertes Holz (z.B. Gagat/Jet), Bernstein (Harz), Korallen, oder Muscheln (Perlmutt) gelten als Schmucksteine.  Es handelt sich dabei um organische Stoffe, im Gegensatz zu den anorganischen Mineralien. Schmuckstein wird oft als Synonym für „Halbedelsteine“ verwendet, aber auch da kann man daneben liegen, denn echte Korallen sind selten geworden, und werden immer mehr zum „begehrten Edelstein“.

Den Preis bestimmt oft, aber nicht immer, wie verfügbar, einzigartig, oder selten ein Mineral ist. Die Nachfrage und Einzigartigkeit,- lassen einen Schmuckstein zum Edelstein,- und einen Edelstein,- zum Schmuckstein werden.

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