Filmschmuck was steckt dahinter

Filmschmuck was steckt dahinter

Du fragst dich sicher, was ist so interessant am Thema Schmuck im Film, was gibt es da zu erzählen?

Ich habe frü­her immer sehr ger­ne Film­ana­ly­sen gemacht und als ich anfing mich mit Schmuck zu beschäf­ti­gen wur­de mir auch klar wie viel Schmuck in Fil­men vor­kommt. Gera­de die gro­ßen Hol­ly­wood­block­bus­ter, aber auch das Hor­ror­film­gen­re lie­ben es, Schmuck in ihre Hand­lung ein­zu­bau­en. Nor­ma­ler­wei­se ist Schmuck etwas sehr per­sön­li­ches und es löst Gefüh­le und Erin­ne­run­gen aus. Das hat auch Hol­ly­wood her­aus­ge­fun­den und ver­wen­det Schmuck auf die­se und ande­re Wei­se. Sieh ein­mal bewusst hin, und du wirst sehen wie viel es da eigent­lich gibt.

Ich bin mit den gro­ßen Block­bus­ter auf­ge­wach­sen und habe sie mehr als ein­mal gese­hen. Seit über 40 Jah­ren nimmt der Import ame­ri­ka­ni­scher Fil­me in Euro­pa stark zu.  Das span­nen­de dar­an ist, nicht nur das was wir auf der Lein­wand sehen, son­dern auch die Bedeu­tun­gen die dahin­ter ver­bor­gen sind.

Fil­me wie,  „Tita­nic“, „Pret­ty Woman“ oder „Herr der Rin­ge“ sind Unter­hal­tung, aber nicht nur, denn wie jeder Film, sind sie mit zahl­rei­chen poli­ti­schen und – sozio­kul­tu­rel­len Aus­sa­gen bela­den. Wir sehen sozu­sa­gen, immer wie­der die glei­chen „Schmuck­mus­ter“, und die­se prä­gen wie­der­rum unse­rer Vor­stel­lung wie wir Schmuck im All­tag sehen und ver­wen­den. Die­se “Schmuck­mus­ter” wur­den zum Teil über Jahr­hun­der­te wei­ter­erzählt, aber es gibt auch Zuschrei­bun­gen  von Schmuck­stü­cken die noch rela­tiv neu, und kon­stru­iert wur­den. Zum Bei­spiel wird in Fil­men ein Lie­bes­ver­spre­chen oft mit einem Dia­mant­ver­lo­bungs­ring dar­ge­stellt, aber gera­de die­ser Ring ist ein recht jun­ges Phänomen.

Gera­de in ame­ri­ka­ni­schen Fil­men, aber auch in den immer belieb­ter wer­den­den US-Seri­en fin­den sich unend­lich vie­le Bei­spie­le. Obwohl wir fast täg­lich ame­ri­ka­ni­sche Fil­me kon­su­mie­ren, fällt uns gar nicht auf, dass Schmuck ein regel­mä­ßi­ger Bestand­teil der Film­in­sze­nie­rung ist. Er ist nicht nur ein Acces­soire, son­dern wird auf ver­schie­de­ne Art und Wei­se in die Film­hand­lung ein­ge­bun­den und verwendet.

Ich fin­de es sehr span­nend nach­zu­wei­sen, wie bewusst vie­le Regis­seu­re Schmuck und sei­ne ver­schie­de­nen Bedeu­tun­gen ein­set­zen, um die fil­mi­sche Hand­lung zu gestal­ten. Nicht nur, dass die ver­schie­de­nen Spra­chen des Schmucks (zum Bei­spiel Lie­bes­be­weis, Zei­chen der Ver­schwö­rung, Macht, Indiz, Trans­for­ma­ti­on…) von Regis­seu­ren im Film erkannt wur­den, so wird Schmuck in Fil­men ganz gezielt ein­ge­setzt, man könn­te sagen, eine eige­ne  „Schmuck­spra­che für Fil­me“  wur­de kon­stru­iert. So durch­dacht die fil­mi­sche Hand­lung und der Ein­satz von Schmuck mit Film sein mag, fin­det sich aber auch die Gegen­sei­te der Medail­le, so glau­be ich nicht, dass den Machern die Repro­duk­ti­on bestimm­ter gesell­schaft­li­cher Nor­men und Ste­reo­ty­pi­sie­run­gen immer bewusst ist.

Schmuck­stü­cke sind Codes, um fil­mi­sche Inhal­te zu insze­nie­ren, uns das Gezeig­te ohne Wor­te begreif­lich zu machen. Mich inter­es­siert vor allem, wie wird Schmuck dar­in ein­ge­setzt?  Wel­che Schmuck­ar­ten kom­men im Film zum Ein­satz, und was bewirkt der Schmuck in der Hand­lung selbst?

Neben einer Bedeu­tung inner­halb der Hand­lung, kann Schmuck im Film auch als Indiz gesell­schaft­li­cher Nor­men (Geschlech­ter­rol­len, Ste­reo­ty­pi­sie­run­gen von Personen‑,Bevölkerungsgruppen usw.) gese­hen wer­den. Wel­che Wer­te und Ansich­ten wer­den mit dem Schmuck­stück und sei­ner Insze­nie­rung trans­por­tiert? Gibt es auch Fil­me die die­se Codes umpro­gram­mie­ren, sozu­sa­gen Ausnahmen?

Da über Schmuck in der fil­mi­schen Dar­stel­lung noch so gut wie nichts geschrie­ben wur­de, gibt es kaum Lite­ra­tur zu die­sem The­ma. Ich wer­de mich daher durch eige­ne Ana­ly­sen vor­tas­ten, und das Gan­ze mit  Lite­ra­tur­ar­beit und Recher­chen im Inter­net ergän­zen.  Das völ­li­ge Spek­trum Schmuck im Film zu erfas­sen ist unmög­lich, mei­ne Ana­ly­sen beru­hen daher auf einer klei­nen per­sön­li­chen Auswahl.

Neben Hol­ly­wood­block­bus­ter fin­de ich auch Sub­gen­res sehr inter­es­sant. Da ich ein gro­ßer Hor­ror­film­fan, ins­be­son­de­re der 80-er, 90-er Jah­re bin, wer­de ich auch zahl­rei­che Schmuck­ana­ly­sen aus die­ser Zeit brin­gen. Aber auch Klas­si­ker wie „man­che mögens heiß“, „wie ang­le ich mir einen Mil­lio­när“, „das Fens­ter zum Hof“, oder „Rosemary’s Baby“ wer­de ich bespre­chen und auch Seri­en, da sie ein unend­li­cher Fun­dus an „Schmuck­spra­che“ sind.

Rechtliche Grundlagen

Ich stüt­ze mich auf das Zita­ti­ons­recht, wel­ches ermög­licht Screen­shots als Beleg ein­zu­bin­den, um dir das Geschrie­be­ne leich­ter vor­stell­bar zu machen.  Es ist ein­präg­sa­mer, wenn ich dir gleich zei­gen kann wovon ich rede, und mei­ne Gedan­ken­gän­ge wer­den dadurch belegt.

Wenn du dich ein­mal gedank­lich auf das The­ma Schmuck im Film ein­lässt, wirst du sehen, dass auch die Film­hand­lung viel auf­re­gen­der wird sobald du genau­er hin­siehst, und es wird dir klar, dass gera­de der Ein­satz von Schmuck­stü­cken in fil­mi­schen Wer­ken sehr durch­dacht ist, und dir zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen gebo­ten wer­den, ob über die Hand­lung, oder die Macher und ihre gesell­schaft­lich- und kul­tu­rel­len Vor­stel­lun­gen, als auch über dich selbst. Bild­rech­te im Netz sind eine heik­le Ange­le­gen­heit,  daher sind alle Bil­der selbst foto­gra­fiert. Da ich mir viel Mühe gebe tol­le Infos zusam­men­zu­tra­gen und eige­ne Ana­ly­sen durch­füh­re, bit­te ich dich, Bild ‑Text­rech­te und mich als Autor zu ach­ten, und nicht ein­fach mei­ne Arti­kel zu kopie­ren. Die Screen­shots ste­hen nicht zur frei­en Ver­fü­gung, son­dern kön­nen nur ver­wen­det wer­den, wenn du dich inhalt­lich mit dem Shot, als auch dem Film auseinandersetzt.

Wenn du also mei­ne Gedan­ken ver­wen­den möch­test, kannst du mich ja ver­lin­ken oder per­sön­lich anschreiben.

Ich fin­de es wich­tig, nach­voll­zie­hen zu kön­nen, woher ich mei­ne Infor­ma­tio­nen bezo­gen habe, aus die­sem Grund  ist am Ende des jewei­li­gen Arti­kels ein Quel­len­ver­zeich­nis aufgelistet.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.