Die Schriftstellerin Tracy Chevalier hatte das Abbild des Mädchens wohl so sehr verzaubert, dass sie einen historischen Liebesroman über die Entstehung des Portraits verfasste. Wenige Jahre nach der literarischen Fassung, folgte die Verfilmung, die meisterhaft von Peter Webber umgesetzt wurde.  Colin Firth, den du sicherlich aus Bridget Jones, oder The King’s Speech kennst, verkörpert den Maler Jan Vermeer. Das Dienstmädchen Griet, das dir am Ende vom Portrait entgegenblickt, wurde von der damals 19 jährigen Scarlett Johannson gespielt. Dieser Film, als auch Lost in Translation, verhalfen  Johannson zu ihrem Durchbruch in der Schauspielbranche.

Wahrer Hintergrund

Zum Teil hält sich der Roman als auch die Verfilmung an historische Tatsachen. Der Maler Jan Vermeer, war mit der wohlhabenden Catherina Bolnes verheiratet. Sie war Katholikin und Vermeer konvertierte zu ihrem Glauben. Zusammen hatten sie fünfzehn Kinder von denen elf überlebten. Sie wohnten im Haus der Schwiegermutter, wo sich auch sein Atelier befand. Sein Mäzen war Pieter van Ruijven, der reichste Stadtbewohner von Delft. Von ihm war Vermeer finanziell abhängig, da er seine Heimatstadt niemals verließ, um andere Auftraggeber zu suchen. Sicher ist es nicht, aber sehr wahrscheinlich hatte der Maler Vermeer eine glückliche Beziehung mit Catherina Bolnes, die bis zu seinem Tod hielt. Er starb an einem Herzinfarkt und hinterließ seiner Familie, wie viele Maler der damaligen Zeit, einen großen Berg Schulden.  Soweit so gut, das ist der bekannte geschichtliche Hintergrund von Vermeer und seiner Familie.

Filmhandlung:

Der Film konzentriert sich auf die Liebesgeschichte zwischen Griet, einem armen Dienstmädchen, und dem verheirateten Maler Jan Vermeer. Die 17 jährige Griet wird als Arbeitskraft bei den Vermeers eingestellt. Sie kümmert sich um den Haushalt, zusammen mit einer anderen Dienstmagd. Eine ihrer Aufgaben, neben mühsamen Wäsche waschen, Botengängen und Kochen ist es, das Atelier von Vermeer zu reinigen. Mit der Zeit merkt Vermeer, dass Griet ein großes Interesse, und vor allem auch Verständnis für seine Arbeit mitbringt. Sie wird für ihn zu einer Schülerin und Gehilfin.

Die Frau von Vermeer, die von einer Schwangerschaft zur nächsten eilt, und so ihre christliche Pflicht erfüllt, merkt dass sich zwischen Vermeer und Griet etwas entwickelt. Vor ihr wittert bereits ihre älteste Tochter, dass sich zwischen Vater und Dienstmagd tiefere Gefühle offenbaren, aus diesem Grund, versucht sie Griet zu schaden und aus dem Haus zu bekommen. Der Plan der Tochter misslingt und Griet wächst Vermeer nur noch mehr ans Herz. Und hier geht es zur Schmuckanalyse. 

 

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